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Autoantikörper gegen Purkinjezell-Zytoplasma; PCA-1; Yo-Antikörper
Englischer Begriff
Yo autoantibodies
Definition
Autoantikörper gegen zytoplasmatische Antigene der Purkinje-Zellen bei paraneoplastischem Kleinhirnsyndrom. Bezeichnung abgeleitet von der Indexpatientin Young. Anti-Yo-Antikörper können den ersten Hinweis auf einen zugrunde liegenden Tumor geben (Autoantikörper gegen neuronale Antigene).
Autoantikörper sind bei +4 °C bis zu 2 Wochen lang beständig, bei −20 °C über Monate und Jahre hinweg.
Analytik
Zum Nachweis der Autoantikörper gegen Purkinje-Zell-Zytoplasma eignet sich als Standardmethode der indirekte Immunfluoreszenztest (IIFT, Immunfluoreszenz, indirekte) mit Gefrierschnitten des Primatenkleinhirns:
Autoantikörper gegen Yo haben oft hohe Antikörpertiter, zuweilen bis 1:100.000. Bei einem positiven Resultat im IIFT kann zur Befundabsicherung ein Western blot mit Kleinhirnantigenen oder ein Linienblot (Immunblot) mit aufgereinigtem definierten Antigen eingesetzt werden. Außerdem steht zum monospezifischen Nachweis der Anti-Yo-Antikörper ein indirekter Immunfluoreszenztest mit transfizierten Zellen als Substrat zur Verfügung.
Referenzbereich – Erwachsene
Negativ.
Referenzbereich – Kinder
Negativ.
Diagnostische Wertigkeit
Die seltenen Autoantikörper gegen Yo weisen auf ein symptomatisches (paraneoplastisches) Kleinhirnsyndrom hin. In der Regel sind die Antikörper mit bestimmten Tumoren assoziiert, am häufigsten mit Ovar-, Mamma- und Uteruskarzinom, sie wurden aber auch bei Prostata- oder Adenokarzinom des Ösophagus beobachtet. In vielen Fällen geht das Kleinhirnsyndrom klinisch dem Tumor voraus, die nachgewiesenen Autoantikörper gegen Yo geben dann Veranlassung zur Tumorsuche.
Literatur
Voltz R (2002) Paraneoplastische neurologische Autoimmunerkrankungen. Nervenarzt 73:909–929CrossRefPubMed