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Carbohydrate antigen 50 ist ein Glykolipid oder Glykoprotein, das durch die C-50-Antikörper als sialysierte Lewis-a-Struktur (Lewis (Le)-Blutgruppensystem) und eine bisher unbekannte sialylierte Laktotetraosestruktur definiert ist, die in ihrem Vorkommen nicht an Lewis-positive Blutgruppen gebunden ist.
Synthese – Verteilung – Abbau – Elimination
Physiologisch kommt CA 50 in geringen Mengen in Geweben des Gastrointestinaltrakts vor. Es wird insbesondere bei Pankreas- und cholangiozellulären Karzinomen gefunden.
Halbwertszeit
2–5 Tage.
Funktion – Pathophysiologie
CA 50 kann zur Therapiekontrolle und Nachsorge des Pankreaskarzinoms eingesetzt werden. Allerdings bietet CA 50 keine Vorteile gegenüber dem Carbohydrate antigen 19-9 und sollte wegen nicht vorhandener Komplementarität zu CA 19-9 mit diesem nicht kombiniert werden.
Das CA 50 weist weder eindeutige Tumor- noch Organspezifität auf. Es kann von verschiedenen Karzinomen des Gastrointestinaltrakts freigesetzt werden. Am häufigsten finden sich hohe Konzentrationen (>100 kU/L) bei Pankreas- und cholangiozellulären Karzinomen.
Differenzialdiagnostisch ist an benigne Pankreaserkrankungen oder Leberzirrhosen zu denken, die in 16–18 % der Fälle Werte über 100 kU/L hervorrufen können.
In den aktuellen Richtlinien der European Group on Tumor Markers (EGTM) zum Gebrauch von Tumormarkern beim Pankreaskarzinom wird CA 19-9 im Vergleich zu CA 50 der Vorzug gegeben. Aufgrund der fehlenden Automatisierung von CA-50-Testen ist dieser Marker eher als historisch zu betrachten.
Duffy MJ, Sturgeon C, Lamerz R et al (2010) Tumor markers in pancreatic cancer: a European Group on Tumor Markers (EGTM) status report. Ann Oncol 21:441–447CrossRefPubMed
Lamerz R, Dati F, Feller AC et al (1998) Tumordiagnostik: Tumormarker bei malignen Erkrankungen. Behring Diagnostika, München