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Publiziert am: 09.05.2018
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Driver-Mutation
Verfasst von: J. Arnemann
Driver-Mutation
Synonym(e)
Verstärker-Mutation
Englischer Begriff
driver mutation
Definition
In der Onkogenese versteht man eine Driver-Mutation als eine somatische Mutation an entscheidender Stelle in Signaltransduktionswegen, die der Tumorzelle bei gleichzeitig förderlichem Microenvironment einen Wachstumsvorteil bringt und damit die Proliferation der Tumorzelle fördert.
Beschreibung
In der Tumorzelle finden sich i. d. R. zahlreiche somatische Mutationen, die oft keinen kausalen Zusammenhang zu Wachstum und Proliferation zeigen. Diese Mutationen werden als Passenger-Mutationen definiert und treten oftmals als Folgen von Reparaturfehlern während der Zellteilung auf. Anders als die „Mitfahrer“ zeigen die eigentlichen Driver-Mutationen einen direkten kausalen Zusammenhang zur Tumorentwicklung. Der Theorie zufolge sollte eine Zelle bereits instabil sein, z. B. mit gestörtem DNA-Reparatursystem, wenn dort eine Driver-Mutation auftritt, die die klonale Expansion der Tumorzelle stark fördert. Der Nachweis der Driver-Mutation sollte daher in allen Tumorzellen möglich sein.
Eine Herausforderung ist die Erkennung von Driver-Mutationen im Gegensatz zu den Passenger-Mutationen. Grundsätzlich gilt, dass Passenger-Mutationen eher sporadisch verteilt sind, während Driver-Mutationen gehäuft immer im gleichen Tumor nachgewiesen und Krebsgenen zugeordnet werden können. Insbesondere die Auflistung dieser Erkenntnisse in tumorspezifischen Datenbanken, wie z. B. in der COSMIC-Datenbank, hilft, für einzelne Tumorentitäten die spezifischen Driver-Mutationen zu identifizieren.
Literatur
Greenman et al (2007) Patterns of somatic mutation in human cancer genomes. Nature 446:153–158CrossRefPubMedPubMedCentral