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Guanase ist ein mit hoher spezifischer Gewebeaktivität in der Leber vorkommendes Enzym des Purinstoffwechsels (Purine), das die Desaminierung von Guanin zu Xanthin katalysiert und damit den Purinabbau einleitet. Im Serum fand das Enzym als sensitive und weitgehend spezifische Kenngröße der Leberzellnekrose Anwendung.
Synthese – Verteilung – Abbau – Elimination
Die Guanaseaktivität ist am höchsten in Leber, Niere und Hirn, intermediär im Dünn- und Dickdarm und gering in den anderen Geweben und Körperflüssigkeiten. Es katalysiert die Degradation von Guanin zu Xanthin unter Abspaltung von Ammonium gemäß folgender Reaktion:
Funktion – Pathophysiologie
Als zytoplasmatisch lokalisiertes, in Hepatozyten hohe spezifische Aktivität aufweisendes Enzym ist seine Freisetzung bei Leberzellschädigungen und Nekrosen ein sensitiver, relativ spezifischer Parameter der Leberschädigung.
Methodenabhängig, generell sehr niedrige bis nicht nachweisbare Aktivitäten. Richtwert: <3 U/L (0,05 μkat/L).
Referenzbereich – Männer
Methodenabhängig.
Indikation
Diagnose von Leberzellschädigungen (Nekrosen) im Rahmen infektiöser, toxischer, ischämischer, maligner und cholestatischer Lebererkrankungen.
Interpretation
Anstiege im Serum sind ein sensitiver und spezifischer Hinweis auf Leberzellnekrosen. Guanase wurde als Screening-Parameter für Blutdonatoren eingesetzt. Das Enzym hat heute keine Bedeutung mehr in der Routinediagnostik.
Literatur
Henry RJ, Cannon DC, Winkelman JW (Hrsg) (1974) Clinical chemistry-principles and technics, 2. Aufl., S 968–971, Harper and Row, Publishers, Inc.
Matsunaga H, Honda H, Kubo K et al (2003) Clinical value of the determination of serum guanase activity in patients with chronic hepatitis type C. J Med Investig 50:64–71
Salaspuro M (1987) Use of enzymes for the diagnosis of alcohol-related damage. Enzyme 37(1–2):87–107CrossRefPubMed