Die dabei auftretenden Symptome, wie
Fieber, Durchfall, Exanthem etc., sind Kennzeichen der Infektionskrankheit. Treten keine sicht- oder messbaren Symptome auf, spricht man von einer inapparenten Infektion. Die Infektion löst eine Reaktion des wirtseigenen
Immunsystems aus, dabei setzt der Organismus unspezifische Faktoren (
Komplement, Phagozyten, Killerzellen) sowie zelluläre (
Lymphozyten) und humorale Effektoren (
Antikörper) zur Bekämpfung, Zerstörung oder Eindämmung der Erreger ein. Überwundene Infektionen führen häufig zu einer monate- bis jahrzehntelang andauernden Immunität gegen weitere Infektionen mit demselben Erregertyp. Eine erstmalige Infektion bei einer Schwangeren kann von ihr auf die Leibesfrucht übertragen werden (z. B. Röteln-, Cytomegalie-, Herpes-simplex-Viren oder
Toxoplasma gondii), was häufig massive Schäden oder den Tod des Fötus zur Folge hat.
Je nach Eintrittsort des Erregers werden enterale, urogenitale, diaplazentare, perkutane oder Inhalationsinfektionen unterschieden. Eine Infektion kann foudroyant, akut, subakut, chronisch, rezidivierend oder latent verlaufen oder persistieren. Der Schweregrad der Erkrankung wird mit den Begriffen latent, subklinisch, klinisch manifest, fulminant, remittierend oder letal beschrieben.
Eine wesentliche Möglichkeit zum Schutz vor Infektionen bieten Schutzimpfungen (
Impfantikörper) mit abgetöteten oder geschwächten (attenuierten) Erregern oder Virulenzfaktoren, z. B.
Impfungen gegen Masern-, Mumps-, Röteln-, VZ-Virus,
Bordetella pertussis,
Diphtherie,
Tetanus,
Haemophilus influenzae, Hepatitis-B-Virus, Humanes Papilloma-Virus, Polio-Virus,
Pneumokokken,
Meningokokken oder Influenza-Virus.