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D-Laktat, ein spezifischer Bakterien-Metabolit, ist für die Diagnostik einiger bakterieller Meningitiden in CSF geeignet.
Molmasse
90,08 (Milchsäure, s. folgende Abbildung); 89,08 (Laktat).
D-Milchsäure:
Synthese – Verteilung – Abbau – Elimination
D-Laktat ist spezifischer Metabolit einiger gramnegativer und grampositiver Meningitiserreger, z. B. von Haemophilus influenzae, Escherichia coli, Staphylokokken, Enterobacter, Klebsiellen, Salmonellen, Shigellen, und kann bei bakterieller Meningitis erhöhte Konzentrationen in CSF haben. Geringe Konzentrationen im Blut (<0,20 mmol/L) stammen von Darmbakterien.
Untersuchungsmaterial – Entnahmebedingungen
0,5 mL Ventrikel-, Subokzipital-(SOP-), Lumbal-Liquor; venöses EDTA-Blutplasma mit NaF-Zusatz.
Probenstabilität
In sterilen, verschlossenen Plastikröhrchen entzellt mit Na-Fluorid-Zusatz oder bei –20 °C lagern.
Analytik
Photometrisch-vollenzymatisch mit käuflichen Reagenzien für D-Laktat-Spezifität, mechanisierbar. Nachweisgrenze ≤0,20 mmol/L, VK ≤8 %, Unrichtigkeit ≤9 %.
D-Laktatdehydrogenase (D-LDH, EC 1.1.1.28) katalysiert Oxidation von D-(+)Laktat zu Pyruvat.
Kopplung beider Reaktionen im alkalischen Natriumcarbonatpuffer. Messung der NADH-Zunahme entsprechend dem optischen Test nach Warburg.
Umrechnungsfaktor zw. konv. u. int. Einheit
Umrechnung von konventioneller Einheit mg/dL in internationale Einheit mmol/L mit Umrechnungsfaktor × 0,111.
Referenzbereich – Erwachsene
Ausschlussgrenze ist ≥0,20 mmol/L (≥1,8 mg/dL) in CSF und Blut-Serum/Plasma.
Referenzbereich – Kinder
S. Erwachsene.
Diagnostische Wertigkeit
Wegen Ausschlussgrenze von D-Laktat in Größenordnung der D-Laktat-Nachweisgrenze muss Probenleerwert berücksichtigt werden. Bei erhöhten D-Laktat-Werten in CSF ist eine bakterielle ZNS-Infektion sehr wahrscheinlich, auch bei L-Laktat (Liquor-L-Laktat) <3,5 mmol/L (<31,5 mg/dL). Hämoglobin >7 g/L kann o. g. Nachweis stören.
Literatur
Kleine TO (1991) D-Lactat und L-Lactat im Liquor cerebrospinalis bei akuten entzündlichen Erkrankungen des Zentralnervensystems (ZNS). Lab Med 15:114–116