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Die Funktion der Lp-PLA2 ist nicht genau bekannt. Sie wird vorwiegend von Leukozyten und Hepatozyten sezerniert und bindet im Plasma an LDL. Ihre Produktion wird im Rahmen einer inflammatorischen Akute-Phase-Reaktion induziert. Es konnte gezeigt werden, dass sie oxidierte Fettsäuren aus der sn2-Position von Glyzerophospholipiden entfernen kann. Dabei entstehen Lysophospholipide wie Lysophosphatidylcholin. Ihre Aktivität gegen nicht oxidierte Phospholipide ist gering. Überexpression im Mausmodell geht mit einer beschleunigten Atheroskleroseentwicklung einher. Aufgrund der Lokalisation von Lp-PLA2 in atherosklerotischen Plaques wird angenommen, dass das Enzym ein Marker für instabile Plaques sein könnte. Die genauen Mechanismen der Assoziation mit dem atherosklerotischen Geschehen sind noch spekulativ.
Immunoassay (meist Sandwich-ELISA) oder enzymatischer Test mit Derivaten des „platelet-activating factor“ als Substrat. Die unterschiedlichen Assayformate erfassen mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht exakt die gleichen Analyte.
Konventionelle Einheit
ng/mL oder μmol/min/mL.
Referenzbereich – Erwachsene
Kein einheitlicher Bereich verfügbar. Für Immunoassays wird <200 ng/mL angegeben. Für enzymatische Teste werden ca. 30 μmol/min/mL angegeben. Die Bereiche sind methoden- und laborabhängig.
Indikation
Kardiovaskuläre Risikoabschätzung; derzeit auf klinische Studien beschränkt.
Interpretation
Eine erhöhte Konzentration von Lp-PLA2 deutet auf ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko hin. Das Risiko erhöht sich um etwa 25 % bei einer Zunahme der Lp-PLA2 um eine Standardabweichung. Erhöhte Lp-PLA2-Werte nach einem Herzinfarkt gehen mit einem erhöhten Rezidivrisiko einher. Allerdings legt das negative Ergebnis einer großen Interventionsstudie mit dem Lp-PLA2-Inhibitor Darapladib nahe, dass Lp-PLA2 nicht kausal mit dem erhöhten Risiko verknüpft ist.
Diagnostische Wertigkeit
Prospektive epidemiologische Daten lassen vermuten, dass eine erhöhte Konzentration von Lp-PLA2 unabhängig von anderen Risikofaktoren Individuen mit erhöhtem kardiovaskulären Risiko definiert und damit zur verbesserten Risikostratifizierung geeignet ist.
Literatur
Davidson MH, Corson MA, Alberts MJ et al (2008) Consensus panel recommendation for incorporating lipoprotein-associated phospholipase A2 testing into cardiovascular disease risk assessment guidelines. Am J Cardiol 101(suppl):51F–57FCrossRef
O’Donoghue ML, Braunwald E, White HD et al (2014) Effect of darapladib on major coronary events after an acute coronary syndrome: the SOLID-TIMI 52 randomized clinical trial. JAMA 312:1006–1015CrossRef