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Retikulumzellen sind unter anderem Abkömmlinge des Monozyten-Makrophagen-Systems. Sie können in den lymphatischen Geweben und im Knochenmark nachgewiesen werden. Morphologisch sind Retikulumzellen durch ein weites, unscharf begrenztes, schwach basophil anfärbbares Zytoplasma charakterisiert. Der Kern ist häufig unregelmäßig geformt mit einer lockeren Chromatin-Struktur. Nukleolen sind meist nicht sicher abgrenzbar.
Die Abbildung zeigt Retikulumzellen des Knochenmarks mit länglichen Kernen (Pfeile; 630 × May-Giemsa-Grünwald-Färbung):
Unterschieden werden können dabei dendritische und interdigitierende Retikulumzellen. Die interdigitierenden Retikulumzellen können in den T-Zell-abhängigen Regionen mit hoher T-Lymphozytendichte nachgewiesen werden. Die dentritischen Retikulumzellen hingegen können fast ausschließlich in den B-Zell-abhängigen Keimzentren der Sekundärfollikel und Primärfollikel der lymphatischen Organe gefunden werden. Alle Retikulumzellen sind durch eine nur geringe Phagozytoseaktivität gekennzeichnet. Sie üben jedoch, aufgrund ihrer Fähigkeit zur Antigenpräsentation, einen starken Wachstumsreiz auf T- und B-Lymphozyten aus. Zudem sind sie an der Steuerung der Immunantwort maßgeblich beteiligt.
Literatur
Löffler H, Rastetter J (1999) Atlas der klinischen Hämatologie, 5. Aufl. Springer, Berlin/Heidelberg/New York, S 287–291