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Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik
Info
Publiziert am: 11.12.2017 Bitte beachten Sie v.a. beim therapeutischen Vorgehen das Erscheinungsdatum des Beitrags.

Sterkobilin(ogen)

Verfasst von: A. M. Gressner und O. A. Gressner
Sterkobilin(ogen)
Englischer Begriff
stercobilin; stercobilinogen
Definition
Sterkobilinogen gehört als lineares, farbloses Tetrapyrrol zur Gruppe der Urobilinogene, die im Intestinum durch mikrobielle enzymatische Reduktion des Bilirubins entstehen.
Beschreibung
Das von der Leber mit der Galle in das Darmlumen ausgeschiedene konjugierte Bilirubin wird im Darm mikrobiell zu den Urobilinogenen (Urobilin(ogen)) reduziert, unter denen Sterkobilinogen ein Vertreter ist. Im Kolon erfolgt dessen Oxidation zum Sterkobilin, das für die orange-braune Farbe des Stuhls (mit)verantwortlich ist (tägliche Ausscheidungsmenge ca. 100–200 mg, Abb. 1).
Abb. 1
Oxidoreduktiver Abbau des Bilirubins im Darm
Literatur
Greiling H, Gressner AM (Hrsg.) Lehrbuch der Klinischen Chemie und Pathobiochemie, 3. Auflage, 1995, Schattauer, Stuttgart, New York.