Respiratorische Viren bei Kindern und Jugendlichen
Akute respiratorische Erkrankungen im Kindesalter sind ganz überwiegend durch Viren ausgelöst. Winterliche Epidemien sind die Regel. Die Krankheitszeichen sind initial sehr ähnlich, es gibt nur wenige spezifische Anfangssymptome, z. B. (Pseudo-)Krupp-Symptomatik durch Parainfluenza-Viren. Für die Pathogenese ist die hauptsächlich infizierte Zellpopulation, die bestehende Immunität und Ausprägung der Immunreaktion sowie das Alter ausschlaggebend. Die Diagnostik erfolgt in der Regel durch (Multiplex-)PCR-basierte Verfahren. Antigen-Schnellteste für einige Erreger sind ebenfalls verfügbar. Die Behandlung ist supportiv – nur wenige Maßnahmen sind allerdings hinreichend evidenzbasiert. Antivirale Therapien sind nur wenige verfügbar. Antibiotikagaben sind unwirksam zur Komplikationsprophylaxe. Für die Influenza-Prophylaxe gibt es eine aktive Impfung, für die RSV-Prophylaxe stehen monoklonale Antikörper und eine maternale Impfung zum Schutz im Neugeborenen- und Säuglingsalter zur Verfügung. Anfang 2019 wurde mit SARS-CoV-2 ein neuer Erreger von akuten Atemwegsinfektionen beschrieben. Nach pandemischer Ausbreitung hat sich SARS-CoV-2 inzwischen als weiteres endemisches Virus etabliert. Wirksame Therapien und Impfungen sind verfügbar.