Maligne Hodentumoren: Onkologische Kennzeichen und Diagnostik
Leitsymptom des Hodentumors ist die schmerzlose Vergrößerung und Verhärtung des Skrotalinhaltes. Etwa 10 % aller Fälle haben metastasenbedingte Erstsymptome. Für die Diagnosestellung sind Inspektion, bimanuelle Palpation und skrotale Sonografie unerläßlich. Ein unregelmäßig begrenztes intratestikuläres hyporeflexives Areal mit positiven Signalen in der Farbduplexsonografie ist pathognomonisch für den Hodentumor. Typisch für Keimzelltumoren sind die Serum-Tumormarker β Human Chorion Gonadotropin (bHCG), alpha Fetoprotein (AFP) und Laktatdehydrogenase (LDH), die vor allem beim Nichtseminom und im fortgeschrittenen Stadium ausgeprägt sind. Es werden klinisch drei Stadien unterschieden: Stadium 1 ohne Metastasen, Stadium 2 mit nur retroperitonealer Metastasierung und Stadium 3 mit Fernmetastasierung. Für die Stadieneinteilung sind die postoperativen Tumormarker sowie Computertomografie von Abdomen und Thorax erforderlich. Metastasierte Fälle werden zusätzlich in Gute, Intermediäre und Ungünstige Prognosegruppe nach IGCCCG (International Germ Cell Cancer Collaborative Group) eingeteilt.