Appendizitis
Die Ursache für eine Appendizitis ist nicht endgültig geklärt. Wir unterscheiden eine häufigere unkomplizierte Form (80 %) von einer selteneren komplizierten Form (20 %). Die klinischen Symptome sind vielfältig. Die Diagnostik wird mit Klinik, Bildgebung (US, CT) und Labor geführt. Differenzialdiagnostisch kommen vor allem gynäkologische und entzündliche Ursachen im Gastrointestinaltrakt in Frage. Die konservative Behandlung der unkomplizierten Appendizitis (katarrhalisch, phlegmonös) mit Antibiotika ist eine Alternative, ca. 20 % der konservativ behandelten Patienten werden im weiteren Verlauf operiert. Bei der komplizierten Form (ulzerophlegmonös, nekrotisierend, perforiert, Konklomerattumor ± perityphlitischer Abszess, ± lokale oder generalisierte Peritonitis) muss in jedem Falle operiert oder interventionell drainiert werden. Die laparoskopische Appendektomie mit sicherer Appendixstumpfversorgung ist das Verfahren der Wahl. Für eine Drainage und Lavage gibt es keine Evidenz.