Nabelhernien
Die Nabelhernienversorgung gehört zu den häufigsten allgemein- und viszeralchirurgischen Routineoperationen mit einer sehr niedrigen Komplikationsrate von 3–5 % (Henriksen et al. 2020). Asymptomatische Nabelhernien können in der Bevölkerung bei ca. 25 % der Menschen im Ultraschall dargestellt werden (Bedewi et al. 2012). Es wird zwischen kleinen, mittleren und großen Nabelhernien unterschieden. Die Symptome können von Schmerzen über Zeichen einer Inkarzeration wie Übelkeit und Erbrechen bis zum akuten Abdomen reichen (Barreto et al. 2013). Die Therapie der symptomatischen Nabelhernie erfolgt ausschließlich chirurgisch. Dies kann mittels Direktnaht und zusätzlicher Netzverstärkung erfolgen. Bei adipösen Patienten oder hohem Risiko für eine Wundheilungsstörung stehen außerdem ausgereifte, laparoskopische Techniken zur Verfügung (Van Hoef und Tollens 2019). Zu den häufigsten Komplikationen gehören das Rezidiv und die Wundheilungsstörung (Lindmark et al. 2018).