Enzyklopädie der Schlafmedizin
Autoren
Helga Peter und Thomas Penzel

Cheyne-Stokes-Atmung

Definition von Cheyne-Stokes-Atmung.

Synonyme

CSA

Definition

Ein Muster periodischer Atmung, erstmals 1818 durch John Cheyne und William Stokes beschrieben. Es ist charakterisiert durch regelmäßige Wechsel einer spindelförmig zunehmenden und wieder abnehmenden Veränderung des Atemvolumens („Atmungsmessung“). Es wird am häufigsten bei Schläfrigkeit gesehen und kann bis in den NREM-Schlaf hinein fortbestehen. Cheyne-Stokes-Atmung tritt assoziiert mit schwerer Herzinsuffizienz und mit intrazerebralen Erkrankungen wie beispielsweise Schlaganfällen oder mit Niereninsuffizienz auf. Cheyne-Stokes-Atmung wird bei der Polysomnographieauswertung mit angegeben. Sie ist definiert, wenn drei oder mehr zentrale Apnoen oder Hypopnoen in Folge mit Crescendo- und Decrescendo-Atmungsamplitude mit einer Zykluslänge von 40 oder mehr Sekunden auftreten. Die Atmung wird als Cheyne-Stokes-Atmung klassifiziert, wenn fünf oder mehr zentrale Apnoen oder Hypopnoen pro Stunde Schlaf in diesem Muster während zwei oder mehr Stunden der Aufzeichnung auftreten.
Siehe auch
  • „Schlafbezogene Atmungsstörungen“
  • „Zentrale Schlafapnoesyndrome“
  • „Atmung beim Schlaf in großer Höhe“
  • „Nasale Ventilation zur Behandlung der Cheyne-Stokes-Atmung bei Patienten mit Herzinsuffizienz“
  • „Herzrhythmusstörungen“
  • „Herzinsuffizienz und Schlafbezogene Atmungsstörungen“
  • „Herz-Kreislauf-System“