Enzyklopädie der Schlafmedizin
Autoren
Helga Peter und Thomas Penzel

Englischer Begriff

dystonia

Definition

Unter der Bezeichnung wird ein Symptomenkomplex von anhaltenden Muskelkontraktionen verstanden, der zu verzerrten bizarren und repetitiven Bewegungen und abnormalen Haltungen führt. Myokloniforme und tremoröse Formen gehören zum Spektrum. Die sogenannte Off-Dystonie tritt bei Parkinsonpatienten während Phasen von schlechter Beweglichkeit im Rahmen von komplexen Wirkungsfluktuationen bei L-Dopa-Therapie auf. Etwa ein Drittel der Patienten mit L-Dopa-Dyskinesien entwickelt schmerzhafte dystone Verkrampfungen der distalen Extremitäten, insbesondere einseitige Zehen-Fuß- und Wadenkrämpfe. Die Off-Dystonien sind eine Form der hypostimulatorischen Dyskinesien, weswegen sie überwiegend nachts oder frühmorgens auftreten, wenn die L-Dopa-Spiegel nicht mehr messbar vorhanden sind. Typisch sind frühmorgendliche schmerzhafte Fußdystonien, es treten auch Übergänge zu schmerzhaftem Rigor im Bereich der Beinmuskulatur und Axialmuskulatur auf, sie tragen zu einer erheblichen Einschränkung der Schlafqualität von Patienten mit „Parkinson-Syndrom“ bei.
Siehe auch
  • „Schmerz“
  • „Bewegungsmessung“