Enzyklopädie der Schlafmedizin
Autoren
Helga Peter und Thomas Penzel

Synonyme

Ein- und Durchschlafstörungen; Schlaflosigkeit; Schlafstörungen

Englischer Begriff

insomnia; Disorders of Initiating and Maintaining Sleep (DIMS)

Definition

Der Begriff hat 2 Bedeutungen:
1. bezeichnet Insomnie die Symptomatik von Ein- und Durchschlafstörungen. Die „ICSD-3“ definiert Insomnie als wiederholtes Auftreten von Problemen bezüglich Ein- und Durchschlafen, Schlafdauer oder Schlafqualität, die trotz ausreichend zur Verfügung stehender Zeit und Möglichkeiten zum Schlafen auftreten und zu einer Beeinträchtigung des Befindens am Tage führen. Umgangssprachlich werden sie Schlafstörungen oder Schlaflosigkeit genannt. Siehe „Beschwerden und Symptome“.
2. Insomnie ist ein Oberbegriff bei der Klassifizierung von Krankheiten, die mit dem Leitsymptom Insomnie einhergehen; demgemäß heißt in der „ICSD-3“ eine diagnostische Hauptkategorie „Insomnien“. Dazu zählt die ICSD-3 die Chronische Insomnie, die Kurzzeitinsomnie und die offene Kategorie Andere Insomnie. Unter die Diagnose Chronische Insomnie fallen jetzt auch folgende Störungen, die in der ICSD-2 noch eine eigenständige Diagnose darstellten:
  • „Psychophysiologische Insomnie“
  • „Fehlwahrnehmung des Schlafzustands (Paradoxe Insomnie)“
  • „Idiopathische Insomnie“
  • „Verhaltensbedingte Schlafstörung im Kindesalter“
  • Insomnie durch inadäquate „Schlafhygiene“
  • Insomnie durch psychiatrische Erkrankung
  • Insomnie durch körperliche Erkrankung
  • Insomnie durch Medikamente oder Substanzen
Siehe auch
  • „Extrinsische Insomnien“
  • „Umgebungsbezogene Schlafstörung“
  • „Lärmbedingte Schlafstörungen“
  • „Höheninsomnie“
  • „Symptomatische Schlafstörungen“
  • „Schlafstörende Nebenwirkungen von Medikamenten“
  • „Insomnie bei Hypnotikaabhängigkeit“
  • „Insomnie bei Nahrungsmittelallergie“
  • „Toxin-induzierte Schlafstörung“
  • „Fragebögen zur Insomnie“
  • „Differentialdiagnostischer Leitfaden“