Enzyklopädie der Schlafmedizin
Autoren
Helga Peter und Thomas Penzel

Synonyme

Intrinsischer positiver endexspiratorischer Druck

Englischer Begriff

intrinsic Positive Endexpiratory Pressure

Definition

Bezeichnet das Vorhandensein eines positiven Gradienten zwischen alveolärem und atmosphärischem Druck am Ende der Exspiration. Dies kann bei Patienten mit Asthma von einer Lungenüberblähung begleitet sein, kann jedoch auch ohne Überblähung physiologisch bei einer Verlängerung der Inspirationszeit (z. B. bei körperlicher Belastung) auftreten. Bei Adipösen ist das Auftreten eines iPEEP im Liegen mit einer Zunahme der Atemarbeit beschrieben. Diese zusätzliche Atemarbeit ist erforderlich, um den endexspiratorisch bestehenden positiven Alveolardruck auszugleichen. Erst hiernach kann durch den negativen Alveolardruck ein inspiratorischer Fluss generiert werden. Dies bedeutet für die zumeist übergewichtigen Patienten mit Obstruktiver Schlafapnoe und/oder Obesitas-Hypoventilation, dass allein durch die Positionsänderung im Liegen die Atemarbeit zunimmt und zur Erschöpfung der Muskelpumpe beitragen kann.
Siehe auch
  • „Atmung“
  • „Schlafbezogene Hypoventilationssyndrome“