Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik
Autoren
H. Jomaa

Afamin

Afamin
Englischer Begriff
afamin
Definition
Das Glykoprotein Afamin gehört zur Albumin-Genfamilie, neben Albumin, Alpha-Fetoprotein und Vitamin-D-Bindungsprotein. Afamin hat ein Molekulargewicht von 87 kDa.
Synthese – Verteilung – Abbau – Elimination
Afamin wird in der Leber synthetisiert und an das Blut abgegeben. Im Gegensatz zu Albumin ist es stark glykosyliert. Nachgewiesen wurde Afamin in Plasma, in Follikelflüssigkeit und in Zerebrospinalflüssigkeit.
Funktion – Pathophysiologie
Die Funktion des Afamin ist unbekannt. Untersuchungen zur Vitamin-E-Bindungskapazität lassen eine Rolle beim Vitamin-E-Transport annehmen. Veränderungen der Afamin-Plasmakonzentrationen wurden u. a. in Patienten mit metabolischem Syndrom, Präeklampsie und Ovarialkarzinom nachgewiesen.
Untersuchungsmaterial
Präanalytik
Stabil bei Raumtemperatur für 24 Stunden, bei 4 °C für 48 Stunden, bei −20 °C und −80 °C für >1 Jahr.
Analytik
ELISA.
Referenzbereich – Erwachsene
45–99 mg/L.
Referenzbereich – Kinder
Nicht verfügbar.
Indikation
Gegenstand aktueller Untersuchungen.
Diagnostische Wertigkeit
Gegenstand aktueller Untersuchungen.
Literatur
Dieplinger H, Dieplinger B (2015) Afamin – a pleiotropic glycoprotein involved in various disease states. Clin Chim Acta 446:105–110CrossRefPubMed