Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik
Autoren
C. Vidal und W.-R. Külpmann

Amphotericin B

Amphotericin B
Englischer Begriff
amphotericin B
Definition
Antimykotikum. Strukturformel:
Molmasse
924,11 g.
Synthese – Verteilung – Abbau – Elimination
Nach intravenöser Gabe reichert sich Amphotericin B aufgrund seiner Lipophilie im Gewebe an. Nur 10 % einer Dosis finden sich im Plasma, überwiegend an Lipoproteine gebunden. Nur wenig Amphotericin B wird unverändert im Urin oder in der Galle ausgeschieden.
Halbwertszeit
1. Phase 18 Stunden (Plasma), terminal 360 Stunden (Plasma).
Funktion – Pathophysiologie
Bei Gabe von Amphotericin B können neben Übelkeit und Erbrechen sowie Hypokaliämie und Tachykardie insbesondere Nephrotoxizität mit u. U. bleibenden Schäden und Anämie auftreten.
Untersuchungsmaterial – Entnahmebedingungen
Plasma (P), Serum (S).
Analytik
Interpretation
Therapeutischer Bereich (S, P): 0,2–3 mg/L; toxisch: >5–10 mg/L; komatös-letal: unbekannt.
Literatur
Zaske D, Cerra FB, Koontz FP (1986) Antibiotics and other anti-infective agents. In: Taylor WJ, DiersCaviness MH (Hrsg) A textbook for the clinical application of therapeutic drug monitoring. Abbott, Irving