Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik
Autoren
H. Baum

Anisozytose

Anisozytose
Englischer Begriff
anisocytosis
Definition
Ungleiche Größe der Erythrozyten ohne Formveränderungen.
Beschreibung
Die Anisozytose beschreibt das Vorkommen von mehr als 10 % ungleich großer Erythrozyten, also Mikro- und/oder Makrozyten (Makrozyt) im Blutausstrich, wie in der nachfolgenden Abbildung zu sehen ist (1000×, May-Giemsa-Grünwald-Färbung):
Die typische Form der Erythrozyten bleibt dabei erhalten. Die Anisozytose ist ein unspezifisches Zeichen einer gestörten Erythropoese (Erythropoese, ineffektive) und wird bei verschiedenen Anämieformen gefunden.
Literatur
Koeppen KM, Heller S (1991) Differenzialblutbild (panoptische Färbung). In: Boll I, Heller S (Hrsg) Praktische Blutzelldiagnostik. Springer, Berlin/Heidelberg/New York, S 170