Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik
Autoren
T. Arndt

Assoziationskonstante

Assoziationskonstante
Synonym(e)
Bindungskonstante; Stabilitätskonstante
Englischer Begriff
association constant
Definition
Unter Assoziation versteht man allgemein die Zusammenlagerung von gleichförmigen (z. B. Wasser: (H2O)n) oder verschiedenartigen Molekülen (z. B. Ligand und Rezeptor) zu größeren Komplexen (Assoziaten). Die Assoziationskonstante ist ein Maß für die Bindungsstärke zwischen den Bindungspartnern.
Beschreibung
Je höher die Affinität der Bindungspartner zueinander, desto größer ist die Assoziationskonstante. Für eine Reaktion nach der Gleichung
ist die Assoziationskonstante nach
definiert. Sie ist damit ein Spezialfall der aus dem Massenwirkungsgesetz ableitbaren Gleichgewichtskonstante.
Die Umkehrung der o.g. Gleichung führt zur Dissoziationskonstante (Kd = 1/Ka).
Im klinisch-chemischen Labor werden Assoziationskonstanten gewöhnlich nicht ermittelt. Sie sind jedoch von grundlegender Bedeutung in vielen Analysenverfahren, wie z. B. Enzymimmunoassay und Radioimmunoassays, komplexometrische Bestimmung (Komplexometrie) von (Spuren-)Elementen.
Literatur
Berzofsky JA, Epstein SL, Berkower IJ (1989) Antigen-antibody interactions and monoclonal antibodies. In: Paul WA (Hrsg) Fundamental immunology, 2. Aufl. Raven Press, New York