Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik
Autoren
A. M. Gressner und O. A. Gressner

Behring, Emil Adolf von

Behring, Emil Adolf von
Lebensdaten
Geboren am 15. März 1854 in Hansdorf (Westpreußen), gestorben am 31. März 1917 in Marburg.
Verdienste
Medizinstudium an der Militärärztlichen Akademie des Preußischen Staates (Pépinirè), 1880–1889 Militärarzt in Berlin, ab 1888 am Hygieneinstitut und Institut für Infektionskrankheiten als Assistent von Robert Koch (Koch, Robert, 1843–1910) tätig. Entwicklung und Einführung moderner Methoden der Bakteriologie, Entdecker des Diphtherie- und Tetanus-Antitoxins, Begründer des Prinzips der passiven Immunisierung (Diphtherie- bzw. Tetanus-Heilserum). Ab 1895 Professor und Direktor des Hygieneinstituts in Marburg. 1901 erhielt Behring als erster Arzt der Welt den Nobelpreis für Medizin, 1904 Gründung der nach ihm benannten Behring-Werke in Marburg, die Diphtherie- und Tetanus-Seren in großen Mengen produzierten.
Literatur
von Engelhardt A (1940) Emil von Behring. Chronik seiner Forschungsarbeit und seines Institutes für experimentelle Therapie. (Behringwerk-Mitteilungen; H.10). Bruno Schultz Verlag, Berlin-Grunewald
Zeiss H, Bieling R (1940) Behring. Gestalt und Werk. Bruno Schultz Verlag, Berlin-Grunewald