Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik
Autoren
W. Stöcker und W. Schlumberger

Blockieren

Blockieren
Synonym(e)
Nachbeschichtung; Abblocken; Absättigen
Englischer Begriff
Blocking
Definition
Inkubation einer spezifisch beschichteten Festphase mit Blockierungssubstanzen zum Absättigen unspezifischer Bindungsstellen.
Beschreibung
Nach spezifischer Bindung von Antigen oder Antikörper an eine Festphase, z. B. Blotmembran, Mikrotiterplatte oder Röhrchen, können noch freie Bindungsstellen vorliegen, an die sich Probenbestandteile unspezifisch binden und somit zu einem hohen Leerwert beitragen können. Es ist deshalb üblich, diese freien Bindungsstellen mit Proteinen zu blockieren, die keine Kreuzreaktion mit den Reaktanden des Tests, z. B. dem Konjugat, zeigen. Häufig werden zum Blockieren eingesetzt: Rinderserumalbumin, Casein, Gelatine oder fötales Kälberserum (meist 0,5–1 %, w/v, in PBS). Es gibt keinen Standard-Blockadepuffer, unter Umständen ist es notwendig, mehrere Varianten auszuprobieren. Man variiert auch die Salzkonzentration (Zugabe von 50–200 mM NaCl), die Konzentration des Detergens (z. B. Tween 20 oder Triton X-100, jeweils maximal 0,1 %) und die des Fremdproteins (Rinderserumalbumin, Casein, Serum bis 5 %).
Literatur
Peters JH, Baumgarten H (1988) Monoklonale Antikörper – Herstellung und Charakterisierung, 2. Aufl. Springer, Berlin/Heidelberg/New York, S 325–326