Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik
Autoren
H. Baum

Blutbild, großes

Blutbild, großes
Englischer Begriff
complete blood count
Definition
Quantitative Bestimmung der zellulären Bestandteile des Bluts und davon abgeleiteter Kenngrößen sowie Differenzierung der Leukozyten und qualitative Beurteilung der Morphologie der Leukozyten, Erythrozyten und Thrombozyten.
Untersuchungsmaterial
EDTA-Blut, nach Pappenheim gefärbtes Ausstrichpräparat.
Referenzbereich
Messgrößen des großen Blutbilds und deren Referenzbereiche:
Messgröße
Einheit
Referenzbereich (Erwachsene)
109/L
4,0–9,0
1012/L
4,5–5,9 (m)
4,1–5,1 (w)
g/L
140–175 (m)
123–153 (w)
L/L
0,360–0,482 (m)
0,335–0,431 (w)
MCV
fl
80–96
MCH
pg
28–33
MCHC
g/L
330–360
109/L
150–300
Stabkernige Granulozyten
%
3–5
Segmentkernige Granulozyten
%
50–70
Eosinophile Granulozyten
%
2–4
Basophile Granulozyten
%
0–1
%
2–8
%
25–40
Bewertung
Das große Blutbild umfasst die Parameter des kleinen Blutbilds, die morphologische Differenzierung der Leukozyten sowie die Untersuchung auf morphologische Veränderungen der Erythrozyten und Thrombozyten. Es dient dem Screening auf quantitative und qualitative Veränderungen der zellulären Bestandteile und des Hämoglobingehalts des peripheren Bluts sowie Veränderungen der Zusammensetzung der Leukozytensubpopulationen.
Literatur
Koeppen KM, Heller S (1991) Zelldifferenzierung. In: Boll I, Heller S (Hrsg) Praktische Blutzelldiagnostik. Springer, Berlin/Heidelberg/New York, S 162–187CrossRef