Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik
Autoren
W. Hubl

Butenandt, Adolf

Butenandt, Adolf
Lebensdaten
Geboren 24. März 1903 in Lehe bei Bremerhaven, gestorben 18. Januar 1995 in München. Chemiestudium in Marburg und Göttingen; Promotion bei Adolf Windaus (Nobelpreis 1928) in Göttingen; 1927–1930 wissenschaftlicher Assistent am Institut für Chemie in Göttingen; 1931 Habilitation; 1931–1933 Privatdozent und Leiter der organischen und biochemischen Abteilung des Allgemeinen Chemischen Labors; 1933–1936 Ordinarius und ordentlicher Professor an der Technischen Hochschule in Danzig; 1936 Direktor des Kaiser-Wilhelm-Institutes für Biochemie, das nach 1945 in Max-Planck-Institut für Biochemie umbenannt und zunächst nach Tübingen und später nach München verlegt wurde. 1956 wurde er Professor für Physiologische Chemie an der Universität München und war bis 1960 der Direktor des Instituts. 1960–1971 war er Präsident der Max-Planck-Gesellschaft als Nachfolger des Nobelpreisträgers Otto Hahn.
Verdienste
Isolierung und Konstitutionsermittlung der weiblichen und männlichen Sexualhormone Estron, Androsteron (17-Ketosteroide), Testosteron und Progesteron. Für die Identifizierung der Sexualhormone erhielt er im Jahr 1939 gemeinsam mit Leopold Ruzicka (Studien an Polymethyenen und höheren Terpenen) den Nobelpreis für Chemie. 1962 Verleihung des Ordens Pour le mérite für Wissenschaften und Künste.
Literatur
Karlson P (1990) Adolf Butenandt. Biochemiker, Hormonforscher, Wissenschaftspolitiker, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft. Stuttgart
Nobelprize.org (1939) The Nobel Prize in Chemistry 1939 Adolf Butenandt, Leopold Ruzicka. http://​nobelprize.​org/​nobel_​prizes/​chemistry/​laureates/​1939/​butenandt.​html. zugegriffen am 08.10.2017