Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik
Autoren
H. Renz und B. Gierten

CD3

CD3
Synonym(e)
T3-Lymphozyt; Komplex aus: CD3δ, CD3γ, CD3ε
Englischer Begriff
T3 lymphocyte; T3 cell
Definition
CD3+-Zellen sind durch den exprimierten Oberflächenmarker CD3 charakterisiert.
Synthese – Verteilung – Abbau – Elimination
CD3 ist auf der Oberfläche von T-Lymphozyten in enger Nähe zum T-Zell-Rezeptor (TCR) nachweisbar. Die Nomenklatur des CD3-TCR-Komplexes baut aufeinander auf: Die Proteinketten werden fortlaufend mit α–ε bezeichnet. α- und β-Kette bilden einen extrazellulären Teil des TCR. γ-, δ- und ε-Kette gehören als akzessorische Ketten zu CD3. Die ζ-Kette stellt eine intrazelluläre Komponente des Komplexes dar.
Funktion – Pathophysiologie
CD3-kodierende Gene werden auch für Expression und Signaltransduktion des TCR benötigt.
Untersuchungsmaterial – Entnahmebedingungen
Konventionelle Einheit
CD3+-Zellen in % und Anzahl der Lymphozyten/μL.
Referenzbereich – Erwachsene
CD3+ (%)
CD3+ (Zellen/μL)
55–83
700–1200
Referenzbereich – Kinder
Alter
CD3+ (%)
CD3+ (Zellen/μL)
Neugeborene
28–76
600–5000
1 Woche – 2 Monate
60–85
2300–7000
2–5 Monate
48–75
2300–6500
5–9 Monate
50–77
2400–6900
9–15 Monate
54–76
1600–6700
15–24 Monate
39–73
1400–8000
2–5 Jahre
43–76
900–4500
5–10 Jahre
55–78
700–4200
10–16 Jahre
52–78
800–3500
Indikation
Literatur
Janeway CA et al (2001) Immunobiology: the immune system in health and disease, 5. Aufl. Churchill Livingstone, London, S 196
Klein J, Horejsi V (1997) Immunology, 2. Aufl. Blackwell Sciences, Oxford, S 193–195