Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik
Autoren
H. Renz und B. Gierten

CD69

CD69
Englischer Begriff
activation inducer molecule (AIM); EA 1; MLR3; gp34/28; very early activation (VEA)
Definition
Homodimeres, durch Disulfidbrücken verbundenes Membranprotein.
Molmasse
ca. 22 kDa.
Synthese – Verteilung – Abbau – Elimination
CD69 wird von aktivierten T-Zellen, Thymozyten, B-Zellen, NK-Zellen, Neutrophilen (Granulozyten, neutrophile) und Eosinophilen (Granulozyten, eosinophile) exprimiert. Konstitutiv ist CD69 auf der Oberfläche bestimmter Subtypen von Thymozyten und B-Zellen sowie von CD4-Zellen in Lymphknoten, Thrombozyten und epidermalen Langerhans-Zellen nachweisbar.
Funktion – Pathophysiologie
CD69 dient als Rezeptor zur Signaltransmission in vielen Zelltypen (aktivierte Leukozyten wie T-Zellen, Thymozyten, B-Zellen, NK-Zellen, Neutrophile und Eosinophile). Konstitutiv wird CD69 auf bestimmten Subtypen von Thymozyten und B-Zellen sowie von CD4+-Zellen in Lymphknoten, Thrombozyten und epidermalen Langerhans-Zellen exprimiert. Besonders wichtig ist CD69 im Rahmen der frühen Aktivierungsphase vom Lymphozyten, Monozyten und Thrombozyten. In Lymphozyten führt die Expression von CD69 zu erhöhtem Calciumeinstrom, Synthese verschiedener Zytokine und deren Rezeptoren und zur Induktion der Expression von Protoonkogenen.
Referenzbereich
Ein gültiger Referenzbereich sollte im individuellen Ergebnisbericht enthalten sein.