Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik
Autoren
K. Kleesiek, C. Götting, J. Diekmann, J. Dreier und M. Schmidt

D-Weak

D-Weak
Englischer Begriff
D-weak
Definition
Sonderform der Rhesus-D-Blutgruppe, die durch eine verminderte Konzentration des D-Proteins in der erythrozytären Oberflächenmembran gekennzeichnet ist. Bei der Blutgruppenbestimmung fällt eine sehr schwache Reaktion bei der Rhesus-D-Bestimmung auf.
Beschreibung
Wie bei anderen D-Varianten liegt auch die molekulare Basis von D-Weak in verschiedenen Missense-Mutationen im Rhesus-D-Gen (Rhesus-Faktor). Bislang sind über 60 verschiedene D(weak)-Typen bekannt, die überwiegend auf Substitution einer einzelnen Aminosäure im Rhesus-D-Protein zurückzuführen sind. Anders als bei D-Partial liegen die Mutationen hier ausschließlich im transmembranen oder intrazellulären Bereich des Rhesus-D-Proteins.
D(weak)-Individuen, die eine verminderte Konzentration des Rhesus-D-Proteins in der erythrozytären Oberflächenmembran besitzen, gelten grundsätzlich als Rhesus-positiv.
Literatur
Wagner FF, Gassner C, Müller TH, Schönitzer D, Schunter F, Flegel WA (1999) Molecular basis of weak D phenotypes. Blood 93:385–393PubMed