Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik
Autoren
J. Arnemann

Deoxynucleosidtriphosphate (dNTPs)

Deoxynucleosidtriphosphate (dNTPs)
Synonym(e)
(dNTPs)
Englischer Begriff
deoxynukleosidtriphosphate
Definition
Deoxynukleosidtriphosphate (dNTPs) sind die Bausteine der DNA. Es gibt insgesamt 4 dNTPs, nämlich dATP (Deoxyadenosintriphosphat), dCTP (Deoxycytidintriphosphat), dGTP (Deoxyguanosintriphosphat) und dTTP (Deoxythymidintriphosphat).
Beschreibung
Die dNTPs setzen sich in ihrer Struktur aus einer Deoxyribose, einer DNA-Base (Adenin, Cytosin, Guanin oder Thymidin) und einer Phosphatgruppe zusammen. Adenin und Guanin werden als Purinbasen, Cytosin und Thymidin als Pyrimidinbasen bezeichnet. Gemäß der Chargaff-Regeln paaren in der DNA-Doppelhelix dCTP mit dGTP und dTTP mit dATP. Bei der DNA-Kettenverknüpfung wird eine Esterbindung zwischen dem 3‘-Kohlenstoffmolekül eines ersten dNTP-Moleküls und dem Phosphatrest des nächsten dNTP-Moleküls ausgebildet.
In RNA-Molekülen werden rNTPs eingebaut, wobei r für Ribose statt Deoxyribose steht. Weiterhin wird in den RNA-Bausteinen Thymidin durch Uracil ersetzt, sodass die Bausteine der RNA rATP, rCTP, rGTP und rUTP sind.
Literatur
Knippers R (2001) Molekulare Genetik, 8. Aufl. Thieme Verlag, Stuttgart