Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik
Info
Verfasst von:
K. J. Lackner und D. Peetz
Publiziert am: 24.04.2018

Eicosapentaensäure

Eicosapentaensäure
Englischer Begriff
eicosapentaenoic acid
Definition
Monocarbonsäure mit 20 Kohlenstoffatomen und 5 Doppelbindungen in cis-Stellung, 20:5D5,8,11,14,17; gehört zur Familie der ω3-ungesättigten Fettsäuren.
Beschreibung
Eicosapentaensäure kann entweder aus α-Linolensäure gebildet oder mit der Nahrung aufgenommen werden. Hauptquelle sind marine Produkte. Eicosapentaensäure gilt als antiinflammatorisch, weil sie sowohl die 5-Lipoxygenase als auch die Cyclooxygenase und damit die Leukotrien- und Prostaglandinsynthese hemmt. Außerdem kann sie als Substrat dieser Enzyme zu Leukotrien B5 (LTB5) oder Prostaglandin E3 umgewandelt werden. LTB5 hat nur schwache proinflammatorische Aktivität im Vergleich zu Leukotrien B4, dem Produkt der Arachidonsäure.
Literatur
Russo GL (2009) Dietary n-6 and n-3 polyunsaturated fatty acids: from biochemistry to clinical implications in cardiovascular prevention. Biochem Pharmacol 77:937–946CrossRef