Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik
Autoren
T. Arndt

EKA-Wert

EKA-Wert
Synonym(e)
Expositionsäquivalente für krebserzeugende Arbeitsstoffe
Definition
Beziehung zwischen der Stoffkonzentration eines krebserzeugenden Arbeitsstoffs in der Arbeitsluft und der erwarteten Stoff- bzw. Metabolitkonzentration im biologischen Material exponierter Personen.
Beschreibung
Die EKA-Werte werden von der in der Deutschen Forschungsgemeinschaft verankerten Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe erarbeitet. Aus dem EKA-Wert kann entnommen werden, welche Belastung des Organismus bei ausschließlich inhalativer Aufnahme des krebserzeugenden Stoffs erwartet werden kann.
Arbeitsstoffe werden bezüglich ihrer krebserzeugenden Eigenschaften in 5 Kategorien unterteilt. Gekürzte Definitionen aus DFG 2017:
  • Kategorie 1: Stoffe, die beim Menschen Krebs erzeugen und bei denen davon auszugehen ist, dass sie einen nennenswerten Beitrag zum Krebsrisiko leisten.
  • Kategorie 2: Stoffe, die als krebserregend für den Menschen anzusehen sind.
  • Kategorie 3: Stoffe, die wegen erwiesener oder möglicher krebserzeugender Wirkung Anlass zur Besorgnis geben, aber noch nicht endgültig beurteilt werden können.
  • Kategorie 4: Stoffe mit krebserzeugender Wirkung, bei denen ein nicht genotoxischer Wirkmechanismus im Vordergrund steht und genotoxische Effekte bei Einhaltung des MAK- und BAT-Wertes keine oder nur eine untergeordnete Rolle spielen.
  • Kategorie 5: Stoffe mit krebserzeugender und genotoxischer Wirkung, deren Wirkungsstärke jedoch so gering erachtet wird, dass unter Einhaltung des MAK- und BAT-Wertes kein nennenswerter Beitrag zum Krebsrisiko zu erwarten ist.
Literatur
DFG (2017) Ständige Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe. Mitteilung 53 MAK- und BAT-Werte-Liste. Wiley-VCH, Weinheim