Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik
Autoren
T. Stief

Endothel-Protein-C-Rezeptor

Endothel-Protein-C-Rezeptor
Synonym(e)
EPCR
Englischer Begriff
endothelial protein C receptor
Definition
Der Endothel-Protein-C-Rezeptor bindet Protein C und aktiviertes Protein C. Durch die Bindung von Protein C an den membranständigen EPCR wird seine Aktivierung durch Thrombin/Thombomodulin verstärkt.
Beschreibung
EPCR, bestehend aus 238 Aminosäuren mit einer Molmasse von 27 kDa, ist ein N-glykosyliertes Typ-I-Membranprotein und wird vor allem auf Endothelzellen der Arterien und Venen des Herzens und der Lunge exprimiert. Das Gen, das den EPCR kodiert, liegt auf dem langen Arm des Chromosoms 20 (20q11). EPCR lokalisiert Protein C auf Endothelzellen und verstärkt die Aktivierung von Protein C durch Thrombin dadurch, dass er Protein C in direkten Kontakt mit dem Thrombomodulin-Thrombin-Komplex bringt.
Literatur
Kottke-Marchant K, Comp P (2002) Laboratory issues in diagnosing abnormalities of protein C, thrombomodulin, and endothelial cell protein C receptor. Arch Pathol Lab Med 126:1337–1348PubMed
Sturn DH, Kaneider NC, Feistritzer C et al (2003) Expression and function of the endothelial protein C receptor in human neutrophils. Blood 102:1499–1505CrossRefPubMed