Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik
Autoren
H. Baum

Erythropoese, ineffektive

Erythropoese, ineffektive
Englischer Begriff
ineffective eythropoiesis
Definition
Verminderung der effektiv produzierten Erythrozyten bei ausreichender Anzahl erythrozytärer Vorstufen im Knochenmark.
Beschreibung
Die ineffektive Erythropoese beschreibt Zustände, bei denen die Zellreifung im Proliferations- und Reifungskompartiment der Erythropoese gestört ist. Während der Proliferations- und Reifungsphase geht ein Großteil der Erythroblasten wieder zugrunde mit dem Ergebnis einer ungenügenden Anzahl an reifen Erythrozyten. Bei intaktem Regulationskompartiment kommt es intramedullär zu einer regulativen Erhöhung der Anzahl unreifer Erythroblasten mit erhöhter Markzelldichte.
Literatur
Heimpel H, Prümmer O (1998) Bedeutung und Effizienz der Blutzelldiagnostik. In: Boll I, Heller S (Hrsg) Praktische Blutzelldiagnostik. Springer, Berlin/Heidelberg/New York, S 6–35