Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik
Autoren
T. Arndt

Fluoreszein

Fluoreszein
Synonym(e)
Resorcinolphthalein
Englischer Begriff
fluorescein
Definition
Fluoreszein (C20H12O5; Molmasse: 332,32 g) ist eine polyzyklische Verbindung, die zu den Xanthinfarbstoffen gehört. Strukturformel:
Beschreibung
Fluoreszein wird gewöhnlich in Form seines Dinatriumsalzes (Uranin) gehandelt. Es zeigt eine intensive gelbgrüne Fluoreszenz, die noch in einer Verdünnung von 10−11 mol/L deutlich erkennbar ist. Fluoreszein eignet sich deshalb zur Verfolgung des Stofftransports in lebenden Organismen. In der klinisch-chemischen Diagnostik wird Fluoreszein u. a. im Fluoreszenzpolarisations-Immunoassay (FPIA) und als Fluoreszeindilaureat (Salz der Laurinsäure) im sog. Pankreolauryltest (Fluoreszeindilaurat-Test) zur Überprüfung der exokrinen Pankreasfunktion eingesetzt.
Literatur
Falbe J, Regitz M (Hrsg) (1996) Römpp Chemie Lexikon, 10. Aufl. Georg Thieme Verlag, Stuttgart/New York