Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik
Autoren
T. Arndt

Fluorophor

Fluorophor
Synonym(e)
Fluoreszenzträger
Englischer Begriff
fluorophor
Definition
Molekülgruppe, die einem Molekül die Fähigkeit zur Fluoreszenz verleiht.
Beschreibung
Es handelt sich meist um Verbindungen mit ausgedehnten aromatischen Systemen. Im klinisch-chemischen Labor werden bei einigen Analyseverfahren nicht oder nur schwach fluoreszierende Analyte durch chemische Umsetzung mit Fluorophoren zu stärker fluoreszierenden Substanzen derivatisiert und damit der quantitativen Analyse mithilfe eines Fluoreszenzdetektors zugängig gemacht. Ein Beispiel hierfür ist die Umsetzung der Katecholamine (Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin) mit o-Phtalaldehyd oder Trihydroxyindol zu ihren entsprechenden Derivaten.
Ein weiteres Einsatzgebiet von Fluorophoren bzw. fluoreszierenden Substanzen sind immunfluorimetrische Untersuchungen zur Darstellung bestimmter Zellstrukturen oder von Antikörpern in Blut- oder Gewebeproben (s. z. B. Stichwörter zu Autoimmunantikörpern).
Literatur
Falbe J, Regitz M (Hrsg) (1996) Römpp Chemie Lexikon, 10. Aufl. Georg Thieme Verlag, Stuttgart/New York