Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik
Autoren
H. Baum

Hämoglobingehalt, Erythrozyten

Hämoglobingehalt, Erythrozyten
Synonym(e)
HbE ; MCH; Mittleres korpuskuläres Hämoglobin
Englischer Begriff
mean corpuscular hemoglobin; MCH
Definition
Mittlerer Hämoglobingehalt des Einzelerythrozyten.
Untersuchungsmaterial – Entnahmebedingungen
EDTA-Blut.
Präanalytik
Rechengröße aus den Kenngrößen Hämoglobin und Erythrozytenzahl nach der Formel:
$$ \mathrm{MCH}\ \left(\mathrm{pg}\right)=\mathrm{H}\ddot{\mathrm{a}}\mathrm{moglobin}\ \left(\mathrm{g}/\mathrm{L}\right)/\mathrm{Erythrozytenzahl}\ \left(\times {10}^{12}/\mathrm{L}\right) $$
Konventionelle Einheit
pg.
Internationale Einheit
fmol.
Umrechnungsfaktor zw. konv. u. int. Einheit
pg = 16,11 × fmol.
Referenzbereich – Frauen
26–32 pg.
Referenzbereich – Männer
26–32 pg.
Referenzbereich – Kinder
Alter
Hämoglobingehalt der Erythrozyten (pg)
Neugeborene
30–42
3 Monate
27–37
6 Monate
25–35
1 Jahr
22–32
4 Jahre
23–32
Indikation
Rechengröße bei der Bestimmung des kleinen Blutbildes.
Interpretation
Einteilung der Erythrozyten in hypochrome, normochrome und hyperchrome Zellen. Die Kenngröße kann jedoch nur in der Zusammenschau mit den anderen Erythrozytenindizes (MCV, MCHC) und dem Hämoglobingehalt interpretiert werden (Erythrozyten-Indices).
Diagnostische Wertigkeit
Erythrozyten-Indices.
Literatur
Stobbe H (1991) Erythrozytenindizes. In: Boll I, Heller S (Hrsg) Praktische Blutzelldiagnostik. Springer, Berlin/Heidelberg/New York, S 73–78