Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik
Autoren
H. Baum

Hämosiderin

Hämosiderin
Englischer Begriff
hemosiderin
Definition
Speicherform des Eisens, bestehend aus Eisen(III)hydroxid und Teilen des Apoferritin.
Beschreibung
Hämosiderin, eine Speicherform des Eisens, besteht aus Ferritin, das voll oder teilweise sein Apoferritin verloren hat und fast ausschließlich aus Aggregaten von (FeOOHx)-Kristallen besteht. Ungefähr 25–30 % des Gesamtanteils des Hämosiderins ist dabei Eisen. Hämosiderin ist in erster Linie in Zellen des Monozyten-Makrophagen-Systems nachweisbar, unter pathophysiologischen Bedingungen können aber alle Organe Eisen in Form von Hämosiderin speichern. Mikroskopisch kann Hämosiderin im ungefärbten Präparat als goldgelbes Pigment in Form von Granula oder als Klumpen nachgewiesen werden. Mit der Berlinerblau-Färbung (Berlinerblau-Reaktion) wird es spezifisch blau angefärbt und ist somit vom Ferritineisen abgrenzbar.
Literatur
Fairbanks VF, Beutler E (1991) Iron metabolism – Hemosiderin. In: Williams WJ, Beutler E, Ersler AJ et al (Hrsg) Hematology, 4. Aufl. International Edition, McGraw-Hill, New York, S 330