Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik
Autoren
C. Vidal und W.-R. Külpmann

Ibuprofen

Ibuprofen
Englischer Begriff
ibuprofen
Definition
Analgetikum, Antirheumatikum.
Strukturformel:
Molmasse
206,27 g.
Synthese – Verteilung – Abbau – Elimination
Bei oraler Gabe zusammen mit z. B. Lysin beträgt die Bioverfügbarkeit fast 100 %. Ibuprofen wird in der Leber zu 2 inaktiven Metaboliten abgebaut, die renal eliminiert werden. Nur 1 % der applizierten Dosis findet sich unverändert im Urin wieder.
Halbwertszeit
2–3 Stunden (Plasma).
Funktion – Pathophysiologie
Bei leichten Intoxikationen mit dem nicht verschreibungspflichtigen Arzneistoff finden sich Übelkeit, Erbrechen und Diarrhoe, bei schweren Vergiftungen, Sehstörungen, Ödembildung, Atemdepression.
Untersuchungsmaterial – Entnahmebedingungen
Serum (S), Plasma (P).
Analytik
HPLC, GC-MS, LC-MS/MS.
Indikation
Therapeutisches Drug Monitoring, Verdacht auf Intoxikation.
Interpretation
Therapeutischer Bereich (S, P): 10–30 mg/L; toxisch: >100 mg/L; komatös-letal: unbekannt.
Literatur
König H, Hallbach J (2009) Nonopioid analgesics and antirheumatics. In: Külpmann WR (Hrsg) Clincial toxicological analysis. Wiley-VCH, Weinheim, S 189–214