Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik
Autoren
B. Güssregen

Isotopenverdünnung

Isotopenverdünnung
Englischer Begriff
isotope dilution
Definition
Nicht näher definierter Begriff aus der Massenspektrometrie, der sich auf den Zusatz einer isotopenmarkierten Referenzsubstanz als interner Standard (Standard, interner) zur zu analysierenden Probe bezieht.
Beschreibung
In der Massenspektrometrie wird häufig eine isotopenmarkierte (z. B. 13C oder D), aber ansonsten identische Verbindung der Probe als interner Standard zugesetzt. Dies ist eine ideale Kalibrationsmethode, da dadurch eine Vielzahl von Einflüssen z. B. aus der Probenaufbereitung auf das Analysenergebnis kompensiert werden (z. B. Probenahmeartefakte, Verluste während der Probenvorbereitung). Der Begriff „Isotopenverdünnung“ ist eher irreführend, da es sich nicht um eine Verdünnung eines Isotopes handelt, sondern um eine Verdünnung einer Probe unter Zugabe eines isotopenmarkierten internen Standards (s. o.).
Literatur
Villanueva J, Carrascal M, Abian J (2014) Isotope dilution mass spectrometry for absolute quantification in proteomics: concepts and strategies. J Proteomics 96:184–199CrossRefPubMed