Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik
Autoren
H. Baum

Knochenmark

Knochenmark
Englischer Begriff
bone marrow
Definition
Organ der Hämatopoese in den Knochencavitae.
Beschreibung
Das Knochenmark besteht aus den Zellen der Hämatopoese, die in einer Matrix aus Gefäßen, den Sinus, sowie einer zellulären und extrazellulären Matrix liegen. Die Hämatopoese selbst findet extrasinusoidal statt, wobei die unreifen hämatopoetischen Zellen über spezifische Rezeptoren an Peptide der extrazellulären Matrix immobilisiert sind. So bindet z. B. das Fibronectin spezifisch erythrozytäre Vorläuferzellen an das Stroma. Reife Zellen verlieren diese Rezeptoren und können so in die Sinus und das periphere Blut auswandern. Die zelluläre Matrix selbst besteht überwiegend aus Retikulum- und Fettzellen (Knochenmarkausstrich).
Literatur
Erstev AJ, Lichtman MA (1991) Structure and function of the bone marrow. In: Williams WJ, Beutler E, Ersler AJ et al (Hrsg) Hematology, 4. Aufl. International Edition. McGraw-Hill, New York, S 330