Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik
Autoren
R.-D. Hilgers, N. Heussen und S. Stanzel

Korrelationskoeffizient nach Spearman

Synonym(e)
Spearman-Rangkorrelationskoeffizient; Rangkorrelationskoeffizient nach Spearman; Spearman’scher Rangkorrelationskoeffizient
Englischer Begriff
Spearman’s rank correlation coefficient
Definition
Der Korrelationskoeffizient nach Spearman (Spearman-Rangkorrelationskoeffizient) ist ein quantitatives Maß zur Beurteilung der Stärke der Beziehung zwischen 2 stetigen oder quantitativ diskreten Merkmalen (Merkmal). Er beschreibt die monotone Komponente des Zusammenhangs zwischen den beiden Merkmalen.
Beschreibung
Der Spearman-Rangkorrelationskoeffizient berechnet sich analog zum Pearson-Korrelationskoeffizienten (Korrelationskoeffizient nach Pearson), wobei anstelle der tatsächlichen Messwerte die Ränge (Rang) der Messwerte verwendet werden. Ein Wert von +1 deutet einen streng monoton steigenden Zusammenhang zwischen den Ausprägungen der beiden Merkmale an, während ein Wert von −1 auf einen streng monoton fallenden Zusammenhang hinweist. Je stärker der monoton steigende bzw. fallende Zusammenhang zwischen den Ausprägungen der beiden Merkmale ist, umso stärker nähert der Wert sich +1 bzw. −1. Ist kein monotoner Zusammenhang zwischen den Ausprägungen der beiden Merkmale nachzuweisen, nimmt der Spearman-Rangkorrelationskoeffizient einen Wert nahe Null an.
Literatur
Hartung J, Elpelt B, Klösener KH (1995) Statistik – Lehr- und Handbuch der angewandten Statistik. Oldenbourg Verlag, München