Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik
Autoren
C. Vidal und W. R. Külpmann

Lidocain

Lidocain
Englischer Begriff
lidocaine
Definition
Antiarrhythmikum (Klasse IB), Lokalanästhetikum.
Strukturformel:
Molmasse
234,34 g.
Synthese – Verteilung – Abbau – Elimination
Bei oraler Gabe beträgt die Bioverfügbarkeit nur 25 %, da die Substanz einem ausgeprägten First-Pass-Effekt unterliegt. Beim hepatischen Abbau erfolgt Desalkylierung und Amidspaltung. Im Urin finden sich ganz überwiegend Metaboliten neben wenig Muttersubstanz (5–10 % der Dosis).
Halbwertszeit
1–4 Stunden (Plasma).
Funktion – Pathophysiologie
Bei Intoxikation finden sich Verwirrtheit, Parästhesien, Hypotonie, Krämpfe, Atemlähmung.
Untersuchungsmaterial – Entnahmebedingungen
Serum (S), Plasma (P).
Analytik
Immunoassay, HPLC, GC-MS, LC-MS/MS.
Interpretation
Therapeutischer Bereich (S, P): 1,5–5,0 mg/L; toxisch: >6 mg/L; komatös/letal: >10 mg/L.
Literatur
König H, Schmoldt A (2009) Antidysrhythmic agents. In: Külpmann WR (Hrsg) Clincial toxicological analysis. Wiley-VCH, Weinheim, S 271–285