Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik
Autoren
K. J. Lackner und D. Peetz

Lipoprotein(a)-Polymorphismus

Lipoprotein(a)-Polymorphismus
Synonym(e)
Lp(a)-Polymorphismus
Englischer Begriff
lipoprotein(a) polymorphism
Definition
Größenpolymorphismus des Lipoprotein(a), der durch die verschiedenen genetisch bedingten Varianten des Apolipoprotein(a) verursacht wird.
Beschreibung
Aufgrund der starken Variabilität der Anzahl der Kringle-4-Motive im Apolipoprotein(a) kann dessen Molmasse zwischen 300 und 700 kDa liegen. Dies beeinflusst die Molmasse des Lipoprotein(a)-Partikels signifikant. Die Größe des Apolipoprotein(a)-Moleküls korreliert invers mit der Konzentration des Lipoprotein(a), die deshalb stark genetisch determiniert ist. Diagnostisch kann der Polymorphismus mit 2 Methoden bestimmt werden: Gelelektrophoretisch wird die Molmasse von Apolipoprotein(a) analysiert; molekularbiologisch wird die Anzahl der Tandem-Repeats des Kringel-4-Motivs bestimmt. Beide Methoden sind technisch aufwendig und vorwiegend von wissenschaftlichem Interesse. Diagnostisch haben sie wegen ihrer engen Beziehung zur sehr viel einfacher zu bestimmenden Lipoprotein(a)-Konzentration keine Bedeutung erlangt.