Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik
Autoren
W. Stöcker

Lymphozyten-Phänotypisierung

Lymphozyten-Phänotypisierung
Englischer Begriff
lymphocyte phenotype analysis
Definition
Differenzierung der Subpopulationen von B-Lymphozyten und T-Lymphozyten.
Beschreibung
Lymphozyten-Subpopulationen können morphologisch nicht voneinander unterschieden werden. Dazu bedarf es spezifischer Oberflächenmarker, wie der Proteine der CD („cluster of differentiation“)-Klassifizierung oder Immunglobulinen (nur B-Lymphozyten).
Die Lymphozyten werden zuerst mittels Dichtegradientenzentrifugation von den übrigen Blutbestandteilen getrennt (Separationslösung: Ficoll). Anschließend wird die Lymphozytenmischung mit einem oder mehreren spezifischen Antikörpern gegen die Oberflächenantigene inkubiert, die für die Diagnose relevant sind. Die Detektion der einzelnen Lymphozyten-Subpopulationen erfolgt mit Durchflusszytometrie anhand der Intensität der ausgesandten Fluoreszenz. In einer Variante geht man von Vollblut aus und spart sich die Zentrifugation.