Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik
Autoren
H. Baum

Makrophagen

Makrophagen
Englischer Begriff
macrophage
Definition
Terminal differenzierte Zelle der Monozytopoese nach Übertritt aus dem Blut in das Gewebe.
Die Abbildung zeigt einen phagozytierenden Makrophagen im Liquor nach Subarachnoidalblutung: Hämosiderin (gestrichelter Pfeil), Bilirubinkristalle (Pfeil) (1000×, May-Grünwald-Giemsa-Färbung):
Beschreibung
Makrophagen sind die Effektorzellen der Monozytopoese. Nach Ausreifung der Monozyten im Knochenmark werden diese in das periphere Blut abgegeben, wo sie durchschnittlich 3 Tage nachweisbar sind. Nach Übertritt der Monozyten in das Gewebe erfolgt die terminale Differenzierung zu den gewebsständigen Makrophagen mit der Fähigkeit zur Phagozytose. In Abhängigkeit des Organsystems bzw. Funktion werden die Makrophagen dabei unterschiedlich bezeichnet (Osteoklast, Langerhans-Zellen, Alveolarmakrophagen, Kupffer-Sternzellen etc.). Die physiologische Funktion der Makrophagen umfasst die Phagozytose und den Abbau infektiöser Erreger und intrazellulärer Parasiten oder defekter und abgestorbener Zellen. Zudem sind sie antigenpräsentierende Zellen für die spezifische Immunabwehr durch T-Lymphozyten (T-Lymphozyt).
Literatur
Neumann S, Lang H (1995) Entzündung – Monozyten und Makrophagen. In: Greiling H, Gressner AM (Hrsg) Lehrbuch der Klinischen Chemie und Pathobiochemie, 3. Aufl. Schattauer Verlag, Stuttgart, S 1296–1299