Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik
Autoren
A. M Gressner und O. A Gressner

Malatdehydrogenase

Malatdehydrogenase
Synonym(e)
EC 1.1.1.37; MDH
Englischer Begriff
malate dehydrogenase
Definition
Ubiquitär in Geweben und Organen verbreitetes Enzym des Zitronensäurezyklus, das die NAD+-abhängige Oxidation von Malat zu Oxalacetat katalysiert und früher zur Diagnostik zellnekrotischer Prozesse, besonders der Leber, klinisch eingesetzt wurde.
Beschreibung
MDH kommt als Enzym des Zitronensäurezyklus (Tricarbonsäurezyklus) in den Mitochondrien sowie zytosolisch als Enzym des Malat-Aspartat-Shuttle vor. Es katalysiert die NAD+-abhängige Oxidation von L-Malat zu Oxalacetat. MDH diente früher zur Diagnostik zellnekrotischer Leberschädigungen, der Myokardnekrose (Herzinfarkt) und der Megaloblastenanämie. Skelettmuskelnekrosen (Rhabdomyolysen) und Karzinome gehen ebenfalls mit MDH-Erhöhungen einher. MDH-Bestimmungen sind in der Diagnostik heute obsolet.