Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik
Autoren
C. Vidal und W.-R. Külpmann

Pentazocin

Pentazocin
Englischer Begriff
pentazocine
Definition
Opioid-Analgetikum.
Strukturformel:
Molmasse
285,43 g.
Synthese – Verteilung – Abbau – Elimination
Pentazocin wird als Razemat (Enantiomere) appliziert, wirksam ist jedoch nur das (-)-Pentazocin, das die Polarisationsebene des linear polarisierten Lichts gegen den Uhrzeigersinn dreht. Die Substanz wird hepatisch metabolisiert. Die Abbauprodukte werden als Glukuronide im Urin ausgeschieden, nur 10 % der Muttersubstanz werden unverändert renal eliminiert.
Halbwertszeit
2–5 Stunden (Plasma).
Funktion – Pathophysiologie
Leichte Intoxikationen gehen einher mit Angstzuständen und Halluzinationen, schwere Vergiftungen mit Ateminsuffizienz.
Untersuchungsmaterial – Entnahmebedingungen
Serum (S), Plasma (P), Urin.
Analytik
GC-MS, LC-MS/MS.
Indikation
Verdacht auf Intoxikation.
Interpretation
Therapeutischer Bereich (S, P): 0,01–0,2 mg/L; toxisch: >1–2 mg/L; komatös/letal: >3 mg/L.
Literatur
Binscheck T (2009) Pentazocine. In: Külpmann WR (Hrsg) Clincial toxicological analysis. Wiley-VCH, Weinheim, S 252–257