Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik
Autoren
R. Tauber und F. H. Perschel

Pepsin

Pepsin
Englischer Begriff
pepsin
Definition
Gruppe mehrerer Proteinasen (Pepsin A, B, C; EC 3.4.23.1, 2, 3) der Magenmukosa, die die Hydrolyse von Nahrungsproteinen zu Polypeptidgemischen katalysieren.
Beschreibung
Pepsine werden in Form der Proenzyme Pepsinogen durch die Magenmukosa sezerniert. Die Proenzyme werden bei saurem pH in die aktiven Pepsine gespalten, die autokatalytisch weiteres Pepsinogen zu Pepsin aktivieren. Pepsin A ist eine Endopeptidase, die die Peptidbindung von Proteinen bei Phenylalanin, Tyrosin, Tryptophan und Leucin spaltet. Das pH-Optimum der Pepsinisoenzyme liegt zwischen 1,8 und 3,5. Die proteolytische Aktivität von Pepsin wird mithilfe natürlicher (z. B. Hämoglobin, Kasein) oder synthetischer Substrate (z. B. N-Acetyl-L-Phenylalanyl-L-3,5-Diiodtyrosin) oder mittels Radioimmunoassays bestimmt.
Literatur
Henderson AR, Tietz NW, Rinker AD (1994) In: Tietz NW, Burtis CA, Ashwood ER (Hrsg) Clinical chemistry. WB Saunders, Philadelphia, S 1576–1644