Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik
Autoren
S. Holdenrieder

Risk of ovarian malignancy algorithm

Risk of ovarian malignancy algorithm
Synonym(e)
ROMA
Definition
Der ROMA-Index kombiniert die Aussagekraft der Marker Carbohydrate antigen 125 (CA 125) und „human epidydimis 4“ (HE4) zu einem Risikoindex für das Vorliegen eines Ovarialkarzinoms. Beide Marker haben eine zueinander additive Sensitivität (Sensitivität, diagnostische).
HE4 ist zudem seltener bei differenzialdiagnostisch relevanten benignen gynäkologischen Erkrankungen erhöht, was zu einer höheren Spezifität v. a. bei prämenopausalen Frauen beiträgt. Der ROMA berechnet sich für prä- und postmenopausale Frauen verschieden:
  • Prämenopausal: PI = −12,0 + 2,38 × ln (HE4) + 0,0626 × ln (CA 125.
  • Postmenopausal: PI = −8,09 + 1,04 × ln (HE4) + 0,732 × ln (CA 125.
Die Wahrscheinlichkeit für das Vorliegen eines Ovarialkarzinoms ist dann:
$$ \mathrm{ROMA}-\mathrm{Wert}\ \left(\%\right)=\exp \left(\mathrm{PI}\right)/\left[1+\exp\ \left(\mathrm{PI}\right)\right]\times 100 $$
Hierbei werden je nach Testhersteller unterschiedliche Grenzwerte für die Risikostratifikation angegeben.
Diagnostische Wertigkeit
Risikostratifizierung, Differenzialdiagnose.
Literatur
Moore RG et al (2008) Gynecol Oncol 108:402–408CrossRefPubMed
Moore RG et al (2010) Am J Obstet Gynecol 203(228):e1–e6