Lexikon der Medizinischen Laboratoriumsdiagnostik
Autoren
R. Westermeier

Stärkegelelektrophorese

Stärkegelelektrophorese
Englischer Begriff
starch gel electrophoresis
Definition
In der Stärkegelelektrophorese verwendet man teilweise hydrolysierte Kartoffelstärke als stabilisierendes Medium zur Auftrennung von Proteinen im elektrischen Feld. Wegen der unterschiedlichen Ladungen und/oder Molekülgrößen ergeben sich unterschiedliche Wanderungsgeschwindigkeiten; es bilden sich Zonen der Einzelsubstanzen aus.
Beschreibung
Das Trennprinzip ist das gleiche wie bei Agarosegelelektrophorese und Polyacrylamid-Gel-Elektrophorese. Meist werden Serumproteine auf ca. 1 cm dicke Gele aufgetragen, die nach der Elektrophorese für verschiedene Enzymnachweise in mehrere Schichten aufgeschnitten werden. Die einzelnen Schichten werden dann mit unterschiedlichen Zymogramm-Techniken (s. Zymogramm-Technik) angefärbt, sodass man verschiedene Muster aus einer Trennung erhält.
Die Stärkegelelektrophorese ist fast vollständig von Agarosegel- und Polyacrylamid-Gel-Elektrophoresen verdrängt worden, weil die beiden letzteren Techniken einfacher durchzuführen sind und ihre Reproduzierbarkeit besser ist.
Literatur
Smithies O (1955) Zone electrophoresis in starch gels: group variations in the serum proteins of normal human adults. Biochem J 61:629–641CrossRef